{"id":11,"date":"2015-01-30T09:52:07","date_gmt":"2015-01-30T09:52:07","guid":{"rendered":"http:\/\/mv-fuetzen.de\/?page_id=11"},"modified":"2026-03-17T16:10:07","modified_gmt":"2026-03-17T16:10:07","slug":"chronik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/mv-fuetzen.de\/?page_id=11","title":{"rendered":"Chronik"},"content":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcnderzeit Laut m\u00fcndlicher \u00dcberlieferung wurde der Musikverein im Jahre 1872 gegr\u00fcndet. Auf diese m\u00fcndl. \u00dcberlieferung mu\u00df zur\u00fcckgegriffen werden, da am 26. April 1945 w\u00e4hrend der Kampfhandlungen in F\u00fctzen das Schul- und Rathaus abbrannte. S\u00e4mtliche Aufzeichnungen vielen diesem Brande zum Opfer. Gr\u00fcnder des Musikvereins soll ein gewisser Nikolaus Gleichauf gewesen sein, der zugleich das Amt des Dirigenten \u00fcbernommen hatte. Auf dem Bild von 1882 ist er in der vordersten Reihe von links nach rechts an 5. Stelle abgebildet. Die n\u00f6tigen Kenntnisse sollen sich einige Mitglieder der Kapelle in der benachbarten Schweiz in Schleitheim erworben haben. Das damalige Schleitheim mu\u00df ein Mekka der Blasmusik gewesen sein, denn in vielen Chroniken aus unserer Raumschaft ist zu lesen, da\u00df die Dirigenten und Mitglieder das Musizieren in Schleitheim erlernt haben. Die \u00e4lteste Ver\u00f6ffentlichung konnten wir im Bonndorfer Anzeiger ausfindig machen, wo der Lindenwirt Adolf Meister von Achdorf zu einer Musikveranstaltung mit dem Musikverein F\u00fctzen auf den 3. Juni 1875 einl\u00e4dt. Eine weitere \u00f6ffentliche Anzeige im Bonndorfer Anzeiger vom 14. Juli 1875 lud zu einer musikalischen Unterhaltung mit dem Musikverein F\u00fctzen und dem Gesangverein von Weizen ins Gasthaus &#8222;Zum Weizenerh\u00e4usel&#8220; ein. Bereits im Jahre 1878 wurde am 22. September das Fest der Fahnenweihe gefeiert. Im Bonndorfer Anzeiger war zu lesen: &#8222;Nach dem lobenswerten Beispiele vieler anderer Orte vereinigten sich Frauen und Jungfrauen von F\u00fcetzen, um f\u00fcr den dortigen Musikverein eine Fahne zu stiften&#8220;. Der Musikverein Schleitheim trat ebenfalls an diesem Fest auf, was die guten nachbarschaftlichen Beziehungen unterstreicht. Das gelungene Fest wurde im Bonndorfer Anzeiger wieder gew\u00fcrdigt. Dort konnte man lesen: &#8222;Mit klingendem Spiele zogen im Laufe des Vormittags die geladenen Nachbarvereine in den festgebenden Ort ein. Nach eingenommenen Mittagsmahle nahmen die Vereine Aufstellung zur eigentlichen Fahnen\u00fcbergabe. Herr Pfarrer Seif aus Epfenhofen hatte die ehrenvolle Aufgabe, die Bedeutung des Festes in einer l\u00e4ngeren Rede zu beleuchten. In begeisternden Worten schilderte der Redner die hohe Bedeutung der Fahne als Banner um das sich die Mitglieder der Vereine bei allen Veranlassungen scharen sollten, die Vereinsmitglieder ermahnend, die Ehre derselben als Symbol der Eintracht und Liebe heilig zu halten&#8220;. Weiter f\u00fchrt der Bonndorfer Anzeiger aus: &#8222;Der Toast auf unseren verehrten Kaiser verdient noch der besonderen Erw\u00e4hnung, da die Schweizer Musik von Schleitheim demselben einen kr\u00e4ftigen Tusch widmete, wof\u00fcr sie mit allgemeinem, nicht enden wollenden Applaus belohnt wurde&#8220;. Leider konnte die Fahne nicht \u00fcber den 2. Weltkrieg gerettet werden, denn sie verbrannte mit Instrumenten, Vereinsunterlagen usw. beim bereits erw\u00e4hnten Rathausbrand im April 1945. Eine neue Fahne wurde nie mehr angeschafft. In den Jahren 1878 bis 1882 mu\u00df der Musikverein F\u00fctzen sehr rege gewesen sein, denn in verschiedenen Inseraten aus St\u00fchlingen, Schleitheim und anderen Orten wird auf musikalische Unterhaltungen mit dem Musikverein F\u00fctzen hingewiesen bzw. geworben. Am 31. Juli 1882 wurde das Foto unter Bilder\\Archivbilder aufgenommen und es ist anzunehmen, dass in diesem Jahr das 10-j\u00e4hrige Bestehen gefeiert wurde. Wiederum k\u00f6nnen wir uns auf die Aufzeichnungen des Musikvereins Schleitheim st\u00fctzen, wonach der Musikverein F\u00fctzen zusammen mit dem Musikverein Schleitheim am 20. Mai und am 2. September im Jahre 1883 zwei gut besuchte Waldfeste ausgerichtet haben. F\u00fcr die Zeit von 1883 bis 1905 ist es uns nicht gelungen, weitere Einzelheiten \u00fcber das Vereinsleben des Musikvereins aufzutreiben. So sind wir wieder auf m\u00fcndliche \u00dcberlieferungen angewiesen. Im Jahre 1905 gab es einen Dirigentenwechsel im Verein. Ernst Gleichauf (im Volksmund Glaser Ernst genannt) wurde mit dem Amt des Dirigenten beauftragt, das er bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges innehatte. Die Zeit zwischen den Weltkriegen Recht bemerkenswert ist das Jahr 1924 als in F\u00fctzen ein zweiter Musikverein entstand, der &#8222;die junge Musik&#8220; genannt wurde. Welche Ursachen zur Gr\u00fcndung eines zweiten Musikvereines gef\u00fchrt haben, ist nicht \u00fcberliefert. Die beiden Vereine existierten nebeneinander bis zum Jahre 1933. Auf politischen Druck, nach dem Umschwung im Jahre 1933, wurde eine Gleichschaltung der Vereine verlangt. Wer k\u00fcnftig Musik machen wollte, mu\u00dfte im Rahmen der Gleichschaltung Mitglied der Reichsmusikkammer werden. Da die beiden Musikvereine nicht organisiert waren, d\u00fcrfte dies mit ein Grund f\u00fcr die Fusion beider Vereine gewesen sein. Im Jahre 1934 meldete sich der Musikverein F\u00fctzen als Mitglied der Fachschaft &#8222;Reichsverband f\u00fcr Volksmusik&#8220; an und durfte dann ohne Verbot \u00f6ffentlich auftreten. Die &#8222;junge Musik&#8220; wurde von 1924-1925 vom Z\u00f6llner Breitenbach geleitet und von 1925 bis 1933 von Adolf Sigwart. Vorstand der &#8222;jungen Musik&#8220; war Hermann Scheuch, Kassier Josef Rendler. Aus fr\u00fcheren Erz\u00e4hlungen ist zu entnehmen, da\u00df in dieser Zeit ein sehr reges Vereinsleben herrschte. Die Konkurrenten scheuten keine M\u00fche, um den anderen einen Streich zu spielen oder eines auszuwischen. In den Fusionsverhandlungen wurde ein Kompromi\u00df gefunden, und so wurde Ernst Gleichauf Dirigent der &#8222;alten Musik&#8220; und Vorstand wurde Hermann Scheuch von der &#8222;jungen Musik&#8220;. Nach Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurde das Vereinsleben eingestellt, denn ein gro\u00dfer Teil der aktiven Musiker wurde eingezogen. Wie auch schon im ersten Weltkrieg, so mu\u00dften auch im zweiten Weltkrieg Musiker aus F\u00fctzen ihr Leben f\u00fcr Volk und Vaterland hingeben. Die Nachkriegsjahre -Wiederanfang- Schon im Jahre 1947 begann man wieder mit den Instrumenten, die nicht im Rathaus verbrannt waren, zu proben. Gegen Butter, Eier und Speck wurden die kaputten Instrumente bei der Firma Reisser repariert. Die treibende Kraft, die den Musikverein wieder neu aufleben zu lassen, war Otto Gut. Er war es auch, der auf Sonntag, den 20. November 1949 ins Gasthaus &#8222;Zum Hannesli&#8220; zur Gr\u00fcndungsversammlung des Musikvereins &#8222;Eintracht&#8220; einlud. Otto Gut wurde zum 1. Vorsitzenden gew\u00e4hlt. Weiter wurden gew\u00e4hlt: 2. Vorsitzender Ernst Basler, Schriftf\u00fchrer und Kassenwart: Josef Rendler und zum Dirigenten Adolf Roth. Bis zur Fertigstellung des Proberaumes in dem im Wiederaufbau befindlichen Schul- und Rathaus, stellte B\u00fcrgermeister Gleichauf dem Verein ein Zimmer im gemeindeeigenen Haus, Niederdorf Nr. 121, zur Verf\u00fcgung. Eine Satzung mu\u00dfte erstellt werden. Die franz\u00f6sische Kommandantur in Donaueschingen mu\u00dfte die Genehmigung erteilen. Im Juli 1951 feierte unser Verein dann mit Versp\u00e4tung, sein 75-j\u00e4hriges Bestehen. Der finanzielle Erfolg war so gut, da\u00df endlich die notwendigen Instrumentenanschaffungen get\u00e4tigt werden konnten. In der Festschrift des Musikvereins Schleitheim ist zu lesen, da\u00df es ihnen am 22. Juli 1951 in F\u00fctzen schwergefallen sei, bei gro\u00dfer Hitze und gutem F\u00fctzener Bier (Galli-Bier) n\u00fcchtern zu bleiben. In den 50er Jahren gab es verschiedene Dirigenten- und Vorstandswechsel, die dem Verein nicht immer gut taten. Der Verein war anfangs der 60er Jahre auf dem Tiefstpunkt. So z\u00e4hlte der Verein Ende 1961 nur noch ganze 12 Mitglieder mit denen ein ordentliches musizieren nicht mehr m\u00f6glich war. Da\u00df der Verein nicht aufgel\u00f6st wurde ist einigen wenigen Musikern zu verdanken, die den Mut hatten, diese Krise durchzustehen. Besonders m\u00f6chten wir hier vier Namen nennen, die die Aufl\u00f6sung verhinderten: Ernst Basler 1. Vors., Otto Gut, Josef Meister und Josef Rendler. Im Jahre 1964 ist es der damaligen Vorstandschaft gelungen, Herrn Musikdirektor Kurt G\u00e4sert aus Blumberg als Dirigent zu gewinnen. Dem damaligen 1. Vorstand Ernst Basler und Kurt G\u00e4sert ist es zu verdanken, da\u00df sie durch konsequente Ausbildung von Jugendlichen den Verein wieder nach oben brachten. 1965 bewarb sich der Verein f\u00fcr die Durchf\u00fchrung des Bezirksmusikfestes des Blasmusikverbandes Hochrhein, Bezirk IV. Das Fest wurde vom 17. bis 19. Juli ausgerichtet. 25 Kapellen besuchten unser Fest, das zu einem gro\u00dfen Erfolg wurde. Zum ersten Mal wurde das Fest in einem Festzelt durchgef\u00fchrt. Im Jahre 1967 gab es eine \u00c4nderung im Vorstand. Der bisherige 1. Vorsitzende Ernst Basler stellte das Amt zur Verf\u00fcgung. Der damals 23 j\u00e4hrige Johann Zeller wurde zum 1. Vorsitzenden gew\u00e4hlt. Dieses Amt hatte er 26 Jahre, bis zum Jahre 1993, inne. Schon wieder drei Jahre nach dem gro\u00dfen Bezirksmusikfest wurde ein Sommerfest im Festzelt vom 27. bis 29. Juli 1968 durchgef\u00fchrt. \u00dcber ein Dutzend Vereine besuchten unser Fest. Mit dem Festerl\u00f6s konnten die dringend ben\u00f6tigten Instrumente angeschafft werden, die auf Grund der starken Zunahme der Vereinsst\u00e4rke notwendig waren. Bl\u00fctezeit unter der neuen Musikergeneration Wie bereits erw\u00e4hnt ist es dem Musikverein durch konsequente Heranziehung von Nachwuchsmusikern gelungen, den Verein wieder auf eine gesunde musikalische Basis zu stellen. Diese jungen Musiker \u00fcbernahmen nun Verantwortung im Verein. Im Jahre 1972 l\u00f6ste Ewald Gut den bisherigen Dirigenten Kurt G\u00e4sert ab. Herr Gut hatte sich seine ersten Sporen schon durch die Leitung der Tanzabteilung (die Randenmusikanten) verdient. Die Vorstandschaft bestand nun aus einem jungen, dynamischen Team, das die Aufgaben konsequent anpackte. Eine gute Kameradschaft, gepaart mit viel Idealismus, gef\u00f6rdert durch Ausfl\u00fcge und kleine Festlichkeiten, war der Garant f\u00fcr den kontinuierlichen Aufstieg. Unser 100-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um feierten wir verbunden mit dem Bezirksmusikfest vom 11. bis 15. Mai 1972. 28 Vereine gaben sich die Ehre, bei uns zu musizieren. Ein H\u00f6hepunkt war der gro\u00dfe Unterhaltungsabend mit der &#8222;Original Donauschw\u00e4bischen Blasmusik&#8220; unter der Leitung von Josef Augustin und Hansel Kr\u00f6nauer. Die Kraftanstrengung an diesen 5 Tagen war enorm, aber es hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. F\u00fctzen konnte sich von seiner besten Seite zeigen und der Erfolg war Ansporn, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Die Organisation wurde von Verbandseite gelobt. Anl\u00e4\u00dflich des Weihnachtskonzertes am 25. Dezember 1972, unter der Leitung von Ewald Gut, traten erstmals in der Geschichte des Musikvereins F\u00fctzen M\u00e4dchen als aktive Mitglieder in unserem Verein auf. Auch haben sich die Aufgaben des Vereins erweitert. So wurde 1971 erstmals ein Seniorennachmittag veranstaltet. Diese Seniorennachmittage werden im j\u00e4hrlichen Wechsel von einem \u00f6rtlichen Verein organisiert und von allen Vereinen mitgestaltet. Ein besonderer Meilenstein in der F\u00fctzener Vereinsgeschichte stellte die Einweihung der Mehrzweckhalle am 8. und 9. Dezember 1973 dar. Durch Veranstaltungen in der Halle hatten nun die Vereine die M\u00f6glichkeit, eine gesunde finanzielle Grundlage zu schaffen, die unabdingbar ist, um einen Verein f\u00fchren und am Leben erhalten zu k\u00f6nnen. Schon zwei Wochen sp\u00e4ter bestritt der Musikverein das erste gemeinsame Weihnachtskonzert mit dem Gesangverein F\u00fctzen. Besonders m\u00f6chten wir auch die Hallenfasnachtsabende erw\u00e4hnen, die der Musikverein bis zur \u00dcbernahme durch die Narrenzunft veranstaltete. Der Musikverein \u00fcberbr\u00fcckte mit seinen legend\u00e4r gewordenen &#8222;Spectaculum&#8220;-Abenden \u00fcber ein Jahrzehnt das n\u00e4rrische Geschehen, als die Fasnacht in F\u00fctzen darniederlag. Selbstverst\u00e4ndlich wirken wir auch immer bei den Auftritten unserer &#8222;Egg\u00e4sli&#8220; Narrenzunft, bei Veranstaltungen und an Narrentreffen mit. Erstmals im Oktober 1974 (Chilbi, 3. Sonntag im Oktober), hielten wir unser inzwischen zur Tradition gewordenes Wein- und Schlachtfest in der Mehrzweckhalle in F\u00fctzen ab. Die aus eigener Produktion und Metzgerei gefertigten Speisen erfreuen sich auch heute noch gr\u00f6\u00dfter Beliebtheit. Unz\u00e4hlige Musikvereine haben uns in den letzten Jahren zu diesem Anlass besucht. Inzwischen haben auch andere Vereine dieses Erfolgsrezept \u00fcbernommen. Da das Musizieren nicht zu kurz kommen soll, ist immer wieder eine Erfolgskontrolle wichtig. So nahmen wir schon im Jahre 1964, unter der Leitung von Kurt G\u00e4sert, an einem Wertungsspiel in der Unterstufe, in Schw\u00f6rstadt teil. Die Benotung lautete &#8222;gut&#8220; f\u00fcr das Selbstwahlst\u00fcck &#8222;St. Hubertus Jagdouvert\u00fcre&#8220; und &#8222;sehr gut&#8220; f\u00fcr das Pflichtst\u00fcck &#8222;L\u00e4ndliche Suite&#8220;. Unter der Leitung von Ewald Gut stellten wir uns am 23. Mai 1974 der Bewertung in Bad S\u00e4ckingen. Mit dem Mittelstufenst\u00fcck &#8222;Schwarzwaldzauber&#8220; und dem Pflichtst\u00fcck &#8222;Pr\u00e4ludium und Fugetta&#8220; erspielten wir einen ersten Rang. Und wieder am 24. April 1994 traten wir zur Bewertung unter der Leitung von Dirigent Karl-Heinz H\u00fcbl, beim Wertungsspiel des Verbandes in Waldshut an. In der Mittelstufe erhielten wir f\u00fcr das Selbstwahlst\u00fcck &#8222;Choral and Rock out&#8220; und das Pflichtst\u00fcck &#8222;Allegro Festivo&#8220; einen 1. Rang. Am 23. Mai 1974 pr\u00e4sentierte der Musikverein F\u00fctzen der \u00d6ffentlichkeit seine neuen Uniformen. Der neue Stil, eine Einheitskleidung, l\u00f6ste die alte milit\u00e4rische Uniform ab. Ein besonderer H\u00f6hepunkt in unserer Vereinsgeschichte war die Verleihung der Pro-musica-Plakette. Wir verbanden diese Feier mit einem Galakonzert, das durch die Stadtkapelle Blumberg und die Stadtmusik Schaffhausen hervorragend bestritten wurde. Landrat Dr. Gutknecht \u00fcberreichte im Beisein von Herrn B\u00fcrgermeister Gerber und Verbandsvizepr\u00e4sident Flum, im Auftrag von Bundespr\u00e4sident Heinemann, die Urkunde und die Plakette. Die Pro-musica-Plakette wird nur an Musikvereine verliehen, die nachweisen k\u00f6nnen, da\u00df sie 100 Jahre alt und immer noch aktiv t\u00e4tig sind. Anl\u00e4\u00dflich dieses Festes haben wir drei ehemalige verdiente Musiker, die 40 Jahre im Verein t\u00e4tig waren, zu Ehrenmitgliedern ernannt. Es waren dies Otto Gut, Josef Rendler und Josef Meister. Die drei Jubilare waren die ersten Ehrenmitglieder des Musikvereins F\u00fctzen. Im Fr\u00fchjahr 1977 f\u00fchrten wir ein Musikfest vom 13. &#8211; 16. Mai durch. Es besuchten uns 24 Musikkapellen. Die Festtermine im Mai haben sich in F\u00fctzen sehr gut bew\u00e4hrt. Die ersten Feste im Fr\u00fchjahr werden immer gut besucht, wenn auch wie schon vorgekommen, auf dem Zelt noch Schnee lag. Eine gute Heizung ist eben unabdingbar. Selbstverst\u00e4ndlich nahmen wir auch an der Er\u00f6ffnung der Museumsbahn Wutachtal am 19. Mai 1978 teil. Diese Bahn ist inzwischen zu einer Attraktion in unserer Region geworden und lockt j\u00e4hrlich tausende Personen an. Immer wieder werden wir zu musikalischen Auftritten bei dieser Institution gerufen, was wir gerne wahrnehmen. In unz\u00e4hligen Besuchen nahmen wir in den letzten 50 Jahren an Konzerten und Festen bei befreundeten Musikvereinen, auch au\u00dferhalb unseres Verbandsbezirkes, teil. Die Grenzlage von F\u00fctzen zu den drei gro\u00dfen Blasmusikverb\u00e4nden Hochrhein, Schwarzwald-Baar und Hegau-Bodensee zwingt uns zu Besuchen von Musikvereinen in allen drei Verb\u00e4nden. Dies bringt uns aber den Vorteil, da\u00df wir an unseren Festen von Vereinen aus diesen Bereichen besucht werden. Zum 110-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um, verbunden mit dem Bezirksmusikfest des Blasmusikverbandes Hochrhein, Bezirk IV, haben wir f\u00fcr die Zeit vom 30.4. bis 3.5.1982 geladen. Es besuchten uns 24 Vereine. Wieder konnten wir ein sch\u00f6nes Fest feiern. Zu den H\u00f6hepunkten z\u00e4hlte der Auftritt der Original Kapelle Egerland, unter der Leitung von Conny Dellner und mit dem Ansager Hermann Lederer. Unsere drei Ehrenmitglieder Josef Meister, Otto Gut und Josef Rendler mu\u00dften wir innerhalb von eineinhalb Jahren 1982 und 1983 zu Grabe tragen. Diese drei M\u00e4nner hatten gro\u00dfen Anteil am Wiederaufbau unseres Vereines nach dem 2. Weltkrieg. Am 25.12.1982, anl\u00e4\u00dflich des Weihnachtskonzertes, legte unser Dirigent Ewald Gut den Taktstock beim Musikverein Eintracht nieder. Allerdings als aktives Mitglied blieb er dem Musikverein bis 2002 erhalten. Die Tanzabteilung Randenmusikanten wurde aber von ihm bis 1992 weiter dirigiert. Herr Gut hat sich gro\u00dfe Verdienste beim Musikverein F\u00fctzen erworben und wurde deshalb 1993 zum Ehrendirigenten ernannt. Herr Gut wurde von Karl Kienzle aus St\u00fchlingen abgel\u00f6st, der jedoch nur knappe zwei Jahre den Verein dirigierte. Herr Kienzle wurde 1984 von Karl-Heinz H\u00fcbl abgel\u00f6st, der bis heute dem Musikverein musikalisch vorsteht. Karl-Heinz H\u00fcbl hat den Verein in den Jahren seiner Dirigentent\u00e4tigkeit zu neuen H\u00f6hen gef\u00fchrt. Ausbildung, Integration und F\u00f6rderung von Jungmusikern, neue Ideen f\u00fcr Konzerte, Blasmusik f\u00fcr jeden Geschmack sind Hauptmerkmale der Dirigentent\u00e4tigkeit von Herrn H\u00fcbl. 2004 konnten wir Karl-Heinz H\u00fcbl zum 20-j\u00e4hrigen Dirigentenjubil\u00e4um gratulieren. Die Gemeinde F\u00fctzen konnte im Jahre 1983 das 900-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um feiern. Dieses Fest wurde vom 12. bis 16. Mai 1983 mit einer gro\u00dfen Feier im Festzelt durchgef\u00fchrt. Das Fest wurde von allen F\u00fctzener Vereinen organisiert und fand gro\u00dfen Anklang bei der Bev\u00f6lkerung von F\u00fctzen und den umliegenden Gemeinden. Dieses Fest war aber auch der Grundstock f\u00fcr eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Vereinen, die bis heute noch anh\u00e4lt. Mit der Ausrichtung des Festes konnten wir aber auch der ehemaligen Gemeinde F\u00fctzen und der Stadt Blumberg Dank sagen, f\u00fcr ihre finanziellen Unterst\u00fctzungen die sie uns gew\u00e4hrten. Schon in den Vorkriegsjahren hat die Gemeinde F\u00fctzen den Musikverein finanziell unterst\u00fctzt ohne deren Hilfe der Bestand des Musikvereins nicht h\u00e4tte gehalten werden k\u00f6nnen. Bei den Uniformbeschaffungen in den Jahren 1965 und 1974 zeigte sich die Gemeinde F\u00fctzen gro\u00dfz\u00fcgig, ebenso die Stadt Blumberg bei der Neuanschaffung im Jahre 1994. Auf Initiative unseres 1. Vorsitzenden Johann Zeller wurde am 16. und 17. August 1986 das erste F\u00fctzener Dorffest im Pfarrgarten durchgef\u00fchrt. Alle F\u00fctzener Vereine der Gesangverein, der Musikverein, die Landfrauen, der Sportverein, die freiw. Feuerwehr und die Egg\u00e4sli Zunft, richten gemeinsam dieses Fest aus. Es wurden 1987, 1988 und 1991 noch drei weitere Dorffeste im Pfarrgarten organisiert. 1994, 1996, 1998 und 2000 fanden diese in und um die Zehntscheuer statt. Wiederum im Mai 1987 feierten wir das 115-j\u00e4hrige Bestehen. Vom 28. Mai bis 1. Juni 1987 besuchten uns 14 Musikvereine. Das Fest wurde bei guter Witterung in einem Festzelt durchgef\u00fchrt. Bei kirchlichen Veranstaltungen, wie Pfarrfamilientage, Fronleichnam, Wei\u00dfer Sonntag usw. tritt der Musikverein immer wieder bei allen Konfessionen auf. Ein gemeinsames Kirchenkonzert, gestaltet vom Musikverein F\u00fctzen, Gesangverein F\u00fctzen, Schola F\u00fctzen und der Tanzkapelle Seven Up, stellte den H\u00f6hepunkt am 18.11.1990 dar. Die St. Vitus Kirche war voll besetzt und die Zuh\u00f6rer waren von der Qualit\u00e4t der Auff\u00fchrungen begeistert. Das 120-j\u00e4hrige Bestehen des Musikvereins und das 20-j\u00e4hrige Bestehen der Tanzabteilung &#8222;Randenmusikanten&#8220; feierten wir wieder mit einem gro\u00dfen Zeltfest. Das Festprogramm erstreckte sich \u00fcber f\u00fcnf Tage vom 30. April bis 4. Mai 1992. 21 Musikkapellen waren bei uns Gast und gaben eine eindrucksvolle Demonstration der Blasmusik. H\u00f6hepunkte waren eine volkst\u00fcmliche Musikantenparade zum 20-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um der Randenmusikanten und ein Galakonzert mit der Stadtkapelle Blumberg, die zu den besten Musikkapellen in unserer Region geh\u00f6rt. Dem Dirigenten der Tanzabteilung &#8222;Randenmusikanten&#8220; Ewald Gut und dem 1. Vorsitzenden Johann Zeller wurde an diesem Abend die Ehrennadel des Landes Baden-W\u00fcrttemberg f\u00fcr 20 bzw. 25-j\u00e4hriges Ehrenamt \u00fcberreicht. Nach 26-j\u00e4hrer ununterbrochener T\u00e4tigkeit als 1. Vorsitzender, \u00fcbergab Herr Johann Zeller dieses Amt an seinen Nachfolger Kurt Gleichauf, der bis dahin das Amt des 3. Vorstandes aus\u00fcbte. Herr Zeller hat den Verein mit seinen Vorstandskollegen in dieser Zeit entscheidend mitgepr\u00e4gt und konnte seinem Nachfolger einen in jeder Hinsicht geordneten Verein mit 49 aktiven Musikerinnen und Musikern \u00fcbergeben. Das Amt des Kassiers wurde zum gleichen Zeitpunkt vakant und so \u00fcbernahm Johann Zeller diesen Posten und blieb somit im Vorstandsteam. Anl\u00e4\u00dflich eines Doppelkonzertes mit dem Musikverein Eggingen wurden am 16. Oktober 1993 die neuen Uniformen der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. Die neue Uniform ersetzte die alte, 1974 angeschaffte Uniform. Durch eine gro\u00dfartige Spendenaktion und einem beachtlichen Zuschu\u00df durch die Stadt Blumberg konnte dieser finanzielle Kraftakt bew\u00e4ltigt werden. Zum ersten Mal in der Geschichte des Musikvereins F\u00fctzen konnte im Jahre 1995 eine Jugendkapelle des Musikvereins beim Blasmusikverband angemeldet werden. Herr Gerd Gut, Vizedirigent unserer Kapelle, hatte die Leitung von 1995 bis 2004. Ab 2004 \u00fcbernahm Peter Meister die Leitung der Jugendkapelle. Das Deb\u00fct gab die Jugendkapelle im November 1995 bei unserem Konzertabend zusammen mit dem Gesangverein F\u00fctzen. Den 125-j\u00e4hrigen Geburtstag konnte der Musikverein vom 01. &#8211; 05. Mai 1997 mit einem gro\u00dfen Zeltfest, verbunden mit dem Bezirksmusikfest des Arbeitsbezirkes 4 &#8222;Oberes Wutachtal&#8220; des Blasmusikverbandes Hochrhein feiern. W\u00e4hrend f\u00fcnf Tagen boten wir f\u00fcr G\u00e4ste jeden Alters ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm. H\u00f6hepunkt war der Umzug am Sonntag von 14 Musikkapellen durch unser Dorf. Das zu diesem runden Geburtstag obligatorische Festbankett wurde am 31. M\u00e4rz 1997 verbunden mit einem Konzertabend in der Buchberghalle abgehalten. Das Konzert wurde vom Gesangverein, der Schola und dem Musikverein gestaltet und durch zahlreiche Gratulanten erg\u00e4nzt. Seit 2001 werden unsere Z\u00f6glinge in der Musikschule in Blumberg ausgebildet. Diese Zusammenarbeit wurde notwendig, da die Anzahl der Nachwuchsmusiker erfreulicherweise zunahm und im Verein selbst nicht gen\u00fcgend qualifizierte Ausbilder zur Verf\u00fcgung standen. Parallel zur Ausbildung in der Musikschule werden die Z\u00f6glinge schon fr\u00fch in die Jugendkapelle des Musikvereins integriert. Vom 30. April bis 03. Mai 2004 wurde ein Fr\u00fchlingsfest im Festzelt auf dem Festplatz in F\u00fctzen gefeiert. Auch bei diesem Fest durften wir gleichzeitig das Bezirksmusikfest unseres Arbeitsbezirkes ausrichten, wodurch uns am Sonntagnachmittag wiederum 13 Gastkapellen besuchten. Als Gesamtchor spielten alle 13 Vereine gemeinsam vor dem Umzug 2 St\u00fccke auf dem Platz vor dem Rathaus. Im Verlauf seiner bewegten Geschichte war der Musikverein F\u00fctzen in mancherlei Hinsicht beispielhaft und wegweisend: Konzerte, Musikerfreundschaften, Mitwirkung bei kirchlichen und weltlichen Anl\u00e4ssen, Pflege der Geselligkeit, Musikfeste, Dorffeste, Hallenfasnachten, Wein- und Schlachtfeste, Jugendarbeit und Jugendkapelle, seien hier nur als Schlagworte genannt. Verantwortungsbewu\u00dftsein, Ideenreichtum, Engagement und Liebe zur Blasmusik werden den traditionsreichen Verein in Zukunft tragen. Der Musikverein F\u00fctzen wird auch weiterhin einen wichtigen kulturellen Beitrag in unserer Raumschaft leisten, aus Liebe zu Volk, Heimat und Blasmusik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcnderzeit Laut m\u00fcndlicher \u00dcberlieferung wurde der Musikverein im Jahre 1872 gegr\u00fcndet. Auf diese m\u00fcndl. \u00dcberlieferung mu\u00df zur\u00fcckgegriffen werden, da am 26. April 1945 w\u00e4hrend der Kampfhandlungen in F\u00fctzen das Schul- und Rathaus abbrannte. S\u00e4mtliche Aufzeichnungen vielen diesem Brande zum Opfer. Gr\u00fcnder des Musikvereins soll ein gewisser Nikolaus Gleichauf gewesen sein, der zugleich das Amt &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link btn\" href=\"https:\/\/mv-fuetzen.de\/?page_id=11\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mv-fuetzen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/11"}],"collection":[{"href":"https:\/\/mv-fuetzen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/mv-fuetzen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mv-fuetzen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mv-fuetzen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/mv-fuetzen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/11\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12,"href":"https:\/\/mv-fuetzen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/11\/revisions\/12"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mv-fuetzen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}