Chronik des Musikvereins Fützen
Über 150 Jahre Blasmusik – seit 1872
Die Gründerzeit
Laut mündlicher Überlieferung wurde der Musikverein im Jahre 1872 gegründet. Auf diese Überlieferung muss zurückgegriffen werden, da am 26. April 1945 während der Kampfhandlungen in Fützen das Schul- und Rathaus abbrannte. Sämtliche Aufzeichnungen fielen diesem Brand zum Opfer.
Gründer des Musikvereins soll ein gewisser Nikolaus Gleichauf gewesen sein, der zugleich das Amt des Dirigenten übernommen hatte. Auf dem Bild von 1882 ist er in der vordersten Reihe von links an 5. Stelle abgebildet.
Die nötigen Kenntnisse sollen sich einige Mitglieder der Kapelle in der benachbarten Schweiz, in Schleitheim, erworben haben. Das damalige Schleitheim muss ein Mekka der Blasmusik gewesen sein, denn in vielen Chroniken aus unserer Raumschaft ist zu lesen, dass die Dirigenten und Mitglieder das Musizieren in Schleitheim erlernt haben.
Erste Auftritte
Die älteste Veröffentlichung konnten wir im Bonndorfer Anzeiger ausfindig machen: Der Lindenwirt Adolf Meister von Achdorf lädt darin zu einer Musikveranstaltung mit dem Musikverein Fützen auf den 3. Juni 1875 ein. Eine weitere Anzeige vom 14. Juli 1875 lud zu einer musikalischen Unterhaltung mit dem Musikverein Fützen und dem Gesangverein von Weizen ins Gasthaus „Zum Weizenerhäusel“ ein.
Die Fahnenweihe 1878
Bereits am 22. September 1878 wurde das Fest der Fahnenweihe gefeiert. Im Bonndorfer Anzeiger war zu lesen:
„Nach dem lobenswerten Beispiele vieler anderer Orte vereinigten sich Frauen und Jungfrauen von Füetzen, um für den dortigen Musikverein eine Fahne zu stiften.“– Bonndorfer Anzeiger
Der Musikverein Schleitheim trat ebenfalls bei diesem Fest auf, was die guten nachbarschaftlichen Beziehungen unterstreicht. Das gelungene Fest wurde im Bonndorfer Anzeiger gewürdigt:
„Mit klingendem Spiele zogen im Laufe des Vormittags die geladenen Nachbarvereine in den festgebenden Ort ein. Nach eingenommenem Mittagsmahle nahmen die Vereine Aufstellung zur eigentlichen Fahnenübergabe. Herr Pfarrer Seif aus Epfenhofen hatte die ehrenvolle Aufgabe, die Bedeutung des Festes in einer längeren Rede zu beleuchten. In begeisternden Worten schilderte der Redner die hohe Bedeutung der Fahne als Banner, um das sich die Mitglieder der Vereine bei allen Veranlassungen scharen sollten, die Vereinsmitglieder ermahnend, die Ehre derselben als Symbol der Eintracht und Liebe heilig zu halten.“– Bonndorfer Anzeiger
„Der Toast auf unseren verehrten Kaiser verdient noch der besonderen Erwähnung, da die Schweizer Musik von Schleitheim demselben einen kräftigen Tusch widmete, wofür sie mit allgemeinem, nicht enden wollendem Applaus belohnt wurde.“– Bonndorfer Anzeiger
Leider konnte die Fahne nicht über den 2. Weltkrieg gerettet werden: Sie verbrannte mit Instrumenten, Vereinsunterlagen usw. beim Rathausbrand im April 1945. Eine neue Fahne wurde nie mehr angeschafft.
Reges Vereinsleben
In den Jahren 1878 bis 1882 muss der Musikverein Fützen sehr rege gewesen sein, denn in verschiedenen Inseraten aus Stühlingen, Schleitheim und anderen Orten wird für musikalische Unterhaltungen mit dem Musikverein Fützen geworben.
Am 31. Juli 1882 wurde das Foto unter „Bilder > Archivbilder“ aufgenommen. Es ist anzunehmen, dass in diesem Jahr das 10-jährige Bestehen gefeiert wurde. Laut den Aufzeichnungen des Musikvereins Schleitheim richteten beide Vereine am 20. Mai und am 2. September 1883 gemeinsam zwei gut besuchte Waldfeste aus.
Für die Zeit von 1883 bis 1905 ist es uns nicht gelungen, weitere Einzelheiten über das Vereinsleben aufzutreiben. Im Jahre 1905 gab es einen Dirigentenwechsel: Ernst Gleichauf (im Volksmund „Glaser Ernst“ genannt) übernahm das Amt, das er bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges innehatte.
Die Zeit zwischen den Weltkriegen
Recht bemerkenswert ist das Jahr 1924, als in Fützen ein zweiter Musikverein entstand, der „die junge Musik“ genannt wurde. Welche Ursachen zur Gründung geführt haben, ist nicht überliefert. Die beiden Vereine existierten nebeneinander bis 1933.
Die „junge Musik“ wurde von 1924 bis 1925 vom Zöllner Breitenbach und von 1925 bis 1933 von Adolf Sigwart geleitet. Vorstand war Hermann Scheuch, Kassier Josef Rendler. Aus Erzählungen ist zu entnehmen, dass in dieser Zeit ein sehr reges Vereinsleben herrschte – die Konkurrenten scheuten keine Mühe, um den anderen einen Streich zu spielen oder eins auszuwischen.
Nach dem politischen Umschwung 1933 wurde eine Gleichschaltung der Vereine verlangt. Wer künftig Musik machen wollte, musste Mitglied der Reichsmusikkammer werden. Da beide Musikvereine nicht organisiert waren, dürfte dies ein Grund für ihre Fusion gewesen sein. 1934 meldete sich der Musikverein Fützen als Mitglied der Fachschaft „Reichsverband für Volksmusik“ an und durfte danach öffentlich auftreten. In den Fusionsverhandlungen fand man einen Kompromiss: Ernst Gleichauf von der „alten Musik“ wurde Dirigent, Hermann Scheuch von der „jungen Musik“ Vorstand.
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde das Vereinsleben eingestellt, da ein großer Teil der aktiven Musiker eingezogen wurde. Wie schon im Ersten Weltkrieg mussten auch im Zweiten Weltkrieg Musiker aus Fützen ihr Leben lassen.
Die Nachkriegsjahre – Wiederanfang
Schon 1947 begann man wieder, mit den Instrumenten zu proben, die nicht im Rathaus verbrannt waren. Gegen Butter, Eier und Speck wurden die kaputten Instrumente bei der Firma Reisser repariert.
Treibende Kraft des Neuanfangs war Otto Gut. Er lud auf Sonntag, den 20. November 1949, ins Gasthaus „Zum Hannesli“ zur Gründungsversammlung des Musikvereins „Eintracht“ ein. Gewählt wurden:
- 1. Vorsitzender: Otto Gut
- 2. Vorsitzender: Ernst Basler
- Schriftführer und Kassenwart: Josef Rendler
- Dirigent: Adolf Roth
Bis zur Fertigstellung des Proberaumes im wiederaufgebauten Schul- und Rathaus stellte Bürgermeister Gleichauf dem Verein ein Zimmer im gemeindeeigenen Haus Niederdorf Nr. 121 zur Verfügung. Eine Satzung musste erstellt und von der französischen Kommandantur in Donaueschingen genehmigt werden.
Im Juli 1951 feierte der Verein mit Verspätung sein 75-jähriges Bestehen. Der finanzielle Erfolg war so gut, dass endlich die notwendigen Instrumente angeschafft werden konnten. In der Festschrift des Musikvereins Schleitheim ist zu lesen, dass es ihnen am 22. Juli 1951 in Fützen schwergefallen sei, bei großer Hitze und gutem Fützener Bier (Galli-Bier) nüchtern zu bleiben.
Krise und Neubeginn
In den 50er Jahren gab es verschiedene Dirigenten- und Vorstandswechsel, die dem Verein nicht immer guttaten. Anfang der 60er Jahre war der Tiefpunkt erreicht: Ende 1961 zählte der Verein nur noch 12 Mitglieder, mit denen ein ordentliches Musizieren nicht mehr möglich war. Dass der Verein nicht aufgelöst wurde, ist einigen wenigen Musikern zu verdanken, die den Mut hatten, die Krise durchzustehen – besonders Ernst Basler (1. Vorsitzender), Otto Gut, Josef Meister und Josef Rendler.
1964 gelang es, Musikdirektor Kurt Gäsert aus Blumberg als Dirigenten zu gewinnen. Ihm und dem 1. Vorsitzenden Ernst Basler ist es zu verdanken, dass der Verein durch konsequente Jugendausbildung wieder nach oben kam.
Vom 17. bis 19. Juli 1965 richtete der Verein das Bezirksmusikfest des Blasmusikverbandes Hochrhein, Bezirk IV, aus. 25 Kapellen besuchten das Fest, das zum ersten Mal in einem Festzelt stattfand und ein großer Erfolg wurde.
1967 stellte Ernst Basler sein Amt zur Verfügung. Der damals 23-jährige Johann Zeller wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt – ein Amt, das er 26 Jahre lang, bis 1993, innehatte.
Vom 27. bis 29. Juli 1968 folgte ein Sommerfest im Festzelt mit über einem Dutzend Gastvereinen. Mit dem Erlös konnten dringend benötigte Instrumente für die stark gewachsene Kapelle angeschafft werden.
Blütezeit unter der neuen Musikergeneration
Durch die konsequente Heranziehung von Nachwuchsmusikern stand der Verein wieder auf einer gesunden musikalischen Basis. Die jungen Musiker übernahmen nun Verantwortung. 1972 löste Ewald Gut den bisherigen Dirigenten Kurt Gäsert ab; seine ersten Sporen hatte er sich als Leiter der Tanzabteilung, der „Randenmusikanten“, verdient. Ein junges, dynamisches Vorstandsteam, gute Kameradschaft und viel Idealismus – gefördert durch Ausflüge und kleine Feste – waren der Garant für den weiteren Aufstieg.
100 Jahre Musikverein (1972)
Das 100-jährige Jubiläum wurde verbunden mit dem Bezirksmusikfest vom 11. bis 15. Mai 1972 gefeiert. 28 Vereine gaben sich die Ehre. Höhepunkt war der Unterhaltungsabend mit der „Original Donauschwäbischen Blasmusik“ unter der Leitung von Josef Augustin und Hansel Krönauer. Die Kraftanstrengung an diesen fünf Tagen war enorm, hat sich aber in jeder Hinsicht gelohnt – auch der Verband lobte die Organisation.
Beim Weihnachtskonzert am 25. Dezember 1972 traten erstmals in der Geschichte des Vereins Mädchen als aktive Mitglieder auf. Bereits 1971 wurde erstmals ein Seniorennachmittag veranstaltet, der seither im jährlichen Wechsel von einem örtlichen Verein organisiert und von allen mitgestaltet wird.
Die Mehrzweckhalle und neue Traditionen
Ein Meilenstein war die Einweihung der Mehrzweckhalle am 8. und 9. Dezember 1973. Veranstaltungen in der Halle gaben den Vereinen die Möglichkeit, eine gesunde finanzielle Grundlage zu schaffen. Schon zwei Wochen später fand das erste gemeinsame Weihnachtskonzert mit dem Gesangverein Fützen statt.
Besonders zu erwähnen sind die Hallenfasnachtsabende: Mit seinen legendären „Spectaculum“-Abenden überbrückte der Musikverein über ein Jahrzehnt das närrische Geschehen, als die Fasnacht in Fützen darniederlag – bis zur Übernahme durch die Narrenzunft. Selbstverständlich wirken wir bis heute bei den Auftritten der „Eggäsli“-Narrenzunft und bei Narrentreffen mit.
Im Oktober 1974 (Chilbi, 3. Sonntag im Oktober) fand erstmals unser inzwischen traditionelles Wein- und Schlachtfest in der Mehrzweckhalle statt. Die Speisen aus eigener Produktion und Metzgerei erfreuen sich bis heute größter Beliebtheit; unzählige Musikvereine haben uns dazu besucht, und andere Vereine haben das Erfolgsrezept übernommen.
Wertungsspiele
- 1964, Schwörstadt (Unterstufe, Leitung Kurt Gäsert): „gut“ für das Selbstwahlstück „St. Hubertus Jagdouvertüre“, „sehr gut“ für das Pflichtstück „Ländliche Suite“.
- 23. Mai 1974, Bad Säckingen (Mittelstufe, Leitung Ewald Gut): 1. Rang mit „Schwarzwaldzauber“ und dem Pflichtstück „Präludium und Fugetta“.
- 24. April 1994, Waldshut (Mittelstufe, Leitung Karl-Heinz Hübl): 1. Rang mit „Choral and Rock out“ und dem Pflichtstück „Allegro Festivo“.
Am 23. Mai 1974 präsentierte der Musikverein außerdem seine neuen Uniformen: Eine moderne Einheitskleidung löste die alte militärische Uniform ab.
Die Pro-Musica-Plakette
Ein besonderer Höhepunkt war die Verleihung der Pro-Musica-Plakette, verbunden mit einem Galakonzert der Stadtkapelle Blumberg und der Stadtmusik Schaffhausen. Landrat Dr. Gutknecht überreichte im Beisein von Bürgermeister Gerber und Verbandsvizepräsident Flum im Auftrag von Bundespräsident Heinemann Urkunde und Plakette. Sie wird nur an Musikvereine verliehen, die nachweislich 100 Jahre alt und noch aktiv sind.
Bei diesem Fest wurden mit Otto Gut, Josef Rendler und Josef Meister drei verdiente Musiker nach 40 Jahren Vereinszugehörigkeit zu den ersten Ehrenmitgliedern des Musikvereins Fützen ernannt.
Feste und Auftritte
Vom 13. bis 16. Mai 1977 besuchten uns 24 Kapellen beim Musikfest. Die Festtermine im Mai haben sich bewährt – auch wenn schon einmal Schnee auf dem Zelt lag. Eine gute Heizung ist eben unabdingbar.
Selbstverständlich spielten wir am 19. Mai 1978 bei der Eröffnung der Museumsbahn Wutachtal, die inzwischen jährlich Tausende Besucher anlockt und uns immer wieder gerne zu Auftritten einlädt.
Die Grenzlage von Fützen zu den drei großen Blasmusikverbänden Hochrhein, Schwarzwald-Baar und Hegau-Bodensee führt uns zu Besuchen bei Musikvereinen in allen drei Verbänden – mit dem Vorteil, dass auch unsere Feste von Vereinen aus all diesen Bereichen besucht werden.
110 Jahre (1982) und ein Dirigentenwechsel
Zum 110-jährigen Jubiläum mit Bezirksmusikfest vom 30.4. bis 3.5.1982 kamen 24 Vereine. Zu den Höhepunkten zählte der Auftritt der Original Kapelle Egerland unter Conny Dellner mit Ansager Hermann Lederer.
In den Jahren 1982 und 1983 mussten wir unsere drei Ehrenmitglieder Josef Meister, Otto Gut und Josef Rendler zu Grabe tragen. Sie hatten großen Anteil am Wiederaufbau des Vereins nach dem Krieg.
Beim Weihnachtskonzert am 25.12.1982 legte Ewald Gut den Taktstock nieder, blieb dem Verein aber bis 2002 als aktiver Musiker erhalten und dirigierte die Randenmusikanten bis 1992. Für seine großen Verdienste wurde er 1993 zum Ehrendirigenten ernannt. Sein Nachfolger Karl Kienzle aus Stühlingen dirigierte knapp zwei Jahre.
1984 übernahm Karl-Heinz Hübl die musikalische Leitung und führte den Verein zu neuen Höhen. Ausbildung, Integration und Förderung von Jungmusikern, neue Konzertideen und Blasmusik für jeden Geschmack prägen seine Arbeit. 2004 feierte er sein 20-jähriges Dirigentenjubiläum.
900 Jahre Fützen und das Dorffest
Vom 12. bis 16. Mai 1983 feierte Fützen sein 900-jähriges Jubiläum mit einem großen, von allen Vereinen organisierten Zeltfest. Es legte den Grundstock für die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Vereine, die bis heute anhält. Zugleich konnten wir der ehemaligen Gemeinde Fützen und der Stadt Blumberg für ihre finanzielle Unterstützung danken – schon in den Vorkriegsjahren, bei den Uniformen 1965 und 1974 sowie bei der Neuanschaffung 1994.
Auf Initiative von Johann Zeller fand am 16. und 17. August 1986 das erste Fützener Dorffest im Pfarrgarten statt – gemeinsam ausgerichtet von Gesangverein, Musikverein, Landfrauen, Sportverein, Freiwilliger Feuerwehr und Eggäsli-Zunft. Weitere Dorffeste folgten 1987, 1988 und 1991 im Pfarrgarten sowie 1994, 1996, 1998 und 2000 in und um die Zehntscheuer.
Vom 28. Mai bis 1. Juni 1987 feierten wir bei gutem Wetter das 115-jährige Bestehen mit 14 Gastvereinen.
Kirchenmusik
Bei kirchlichen Anlässen wie Pfarrfamilientagen, Fronleichnam oder Weißem Sonntag tritt der Musikverein bei allen Konfessionen auf. Höhepunkt war am 18.11.1990 ein gemeinsames Kirchenkonzert von Musikverein, Gesangverein, Schola Fützen und Tanzkapelle Seven Up in der voll besetzten St.-Vitus-Kirche.
120 Jahre (1992)
Das 120-jährige Bestehen des Vereins und das 20-jährige der Randenmusikanten feierten wir vom 30. April bis 4. Mai 1992 mit einem großen Zeltfest und 21 Gastkapellen. Höhepunkte waren eine volkstümliche Musikantenparade und ein Galakonzert mit der Stadtkapelle Blumberg. Ewald Gut und Johann Zeller erhielten an diesem Abend die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg für 20 bzw. 25 Jahre Ehrenamt.
Neuer Vorsitz und neue Uniformen (1993)
Nach 26-jähriger ununterbrochener Tätigkeit übergab Johann Zeller das Amt des 1. Vorsitzenden an Kurt Gleichauf, bis dahin 3. Vorstand. Zeller hinterließ einen in jeder Hinsicht geordneten Verein mit 49 aktiven Musikerinnen und Musikern und blieb als Kassier im Vorstandsteam.
Bei einem Doppelkonzert mit dem Musikverein Eggingen wurden am 16. Oktober 1993 die neuen Uniformen vorgestellt – ermöglicht durch eine großartige Spendenaktion und einen beachtlichen Zuschuss der Stadt Blumberg.
Jugendkapelle und Ausbildung
1995 konnte erstmals eine Jugendkapelle beim Blasmusikverband angemeldet werden. Geleitet wurde sie von 1995 bis 2004 von Vizedirigent Gerd Gut, ab 2004 von Peter Meister. Ihr Debüt gab sie im November 1995 beim Konzertabend mit dem Gesangverein.
Seit 2001 werden unsere Zöglinge an der Musikschule Blumberg ausgebildet, da die Zahl der Nachwuchsmusiker erfreulich zunahm. Parallel dazu werden sie früh in die Jugendkapelle integriert.
125 Jahre (1997) und Frühlingsfest 2004
Den 125. Geburtstag feierte der Verein vom 1. bis 5. Mai 1997 mit einem großen Zeltfest und dem Bezirksmusikfest des Arbeitsbezirks 4 „Oberes Wutachtal“. Höhepunkt war der Sonntagsumzug von 14 Kapellen durch das Dorf. Das Festbankett fand am 31. März 1997 mit einem Konzertabend in der Buchberghalle statt, gestaltet von Gesangverein, Schola und Musikverein.
Vom 30. April bis 3. Mai 2004 folgte ein Frühlingsfest im Festzelt, wieder mit Bezirksmusikfest: 13 Gastkapellen spielten vor dem Umzug als Gesamtchor zwei Stücke auf dem Platz vor dem Rathaus.
Im Verlauf seiner bewegten Geschichte war der Musikverein Fützen in mancherlei Hinsicht beispielhaft und wegweisend: Konzerte, Musikerfreundschaften, kirchliche und weltliche Anlässe, Geselligkeit, Musik- und Dorffeste, Hallenfasnachten, Wein- und Schlachtfeste sowie Jugendarbeit.
Verantwortungsbewusstsein, Ideenreichtum, Engagement und Liebe zur Blasmusik werden den traditionsreichen Verein auch in Zukunft tragen – aus Liebe zu Volk, Heimat und Blasmusik.
